Vorwort

Warum diese Seite?
Diese Homepage ist im wahrsten Sinne des Wortes "die andere Seite" der FARC.

von Thomas Künzel

Rückblick:

18. Juli 2001, in der Nähe der Stadt Silvia, Kolumbien. Ein Luxus-Geländewagen überholt das Fahrzeug des Entwicklungshelfers Ulrich Künzel und stellt sich quer. Sechs bis an die Zähne bewaffnete Männer steigen aus. Sie entführen Ulrich Künzel, seinen Bruder Thomas und den gemeinsamen Freund Reiner Bruchmann ...

Es folgen neun bzw. zwölf Wochen Gefangenschaft in den Händen der "Mobilen Kolonne Jacobo Arenas der bewaffneten revolutionären Front Kolumbiens" (FARC).

Auf ihren Internetseiten bemüht sich die FARC vor allem drei Eindrücke zu vermitteln:
  • Internationale "Salonfähigkeit"
  • Auftreten als Anwalt sozial benachteiligter, unterdrückter Menschen
  • Ordnungs- bzw. Organisationskompetenz
Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus:
Unsere Entführer bezeichneten Indianer als "Tiere". Ausländer sind grundsätzlich verdächtig und haben wie wir den Beweis anzutreten, keine "Feinde des kolumbianischen Volkes" zu sein.
Schon die Förderung des ökologischen Anbaus von Kaffee bei Kleinbauern kann dabei als das Verbrechen gewertet werden, "dem kolumbianischen Volk rückständige Produktionsmethoden aufzuzwingen".
Derweil lassen sich die Führer der FARC im Internet beim Lachsbrötchen-Essen in Norwegen ablichten, um internationale Anerkennung vorzutäuschen. Die "Truppe" selbst kann buchstäblich nichts - außer Schießen.
Die mentale, organisatorische und technische Inkompetenz unserer Entführer hat uns fast mehr Angst gemacht als die Entführung selbst.

Wir haben unsere Entführer vor allem als gewalttätige, hilf- und ahnungslose Strauchdiebe unter Führung eines psychopathischen Kommandanten erlebt.

Interessierte finden auf dieser Seite Hinweise und Informationen zur Situation in Kolumbien.

Unsere Homepage ist aber auch eine Botschaft an alle, die ihre Ziele mit Verbrechen durchsetzen wollen: Eure Opfer sind auch Eure Ankläger.

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