Nachrichten 2010

Nachrichten / Artikel / Reportagen


Kolumbien legte Beweise der Anwesenheit der Guerrilla in Venezuela vor und Chávez brach die Beziehungen ab
Nachdem die kolumbianische Regierung behauptet hat, ihr lägen Satellitenaufnahmen vor, die zeigten, dass sich Lager der FARC auf venezolanischem Territorium befinden, hat Präsident Chávez am Mittwochabend die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen.
Die Zeitung EL TIEMPO berichtet darüber am 23.07.2010.
Zum Artikel: El Tiempo vom 23.07.2010 / (PDF-Datei)

Schändlich
Nachdem die von 2002 bis 2008 in Gefangenschaft der FARC befindliche kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt den kolumbianischen Staat auf 15 Mrd. Pesos (knapp 5 Mio. EUR) verklagt hat, weil dieser angeblich nicht genügend für ihre Sicherheit gesorgt hätte, erhebt sich ein Sturm der Ablehnung in der kolumbianischen Presse und der Öffentlichkeit.
Das Wochenmagazin SEMANA brachte am 12.07.2010 die Titelstory.
Zum Artikel: Semana vom 12.07.2010 / (PDF-Datei)

"Den Urwald mag mag ich nicht einmal mehr sehen"
Am 13. Juni befreite das kolumbianische Militär vier Gefangene der FARC, darunter General Luis Mendieta.
Mit ihm führte die Zeitschrift CROMOS am 21.Juni 2010 ein Gespräch:
Zum Artikel: Cromos vom 21.06.2010 / (PDF-Datei)

"Die Geheimnisse des Chamäleons"
Am 13.Juni 2010 waren durch eine Militäraktion vier Polizisten und Soldaten, die sich seit 12 Jahren in Gefangenschaft der FARC befunden hatten, befreit worden. Nun teilt das Wochenmagazin SEMANA in seiner Ausgabe vom 05.07.2010 Einzelheiten über die Operation "Chamäleon" mit.
Zum Artikel: Semana vom 05.07.2010 / (PDF-Datei)

"Die Guerrilla rannte davon, als sie die Truppen sah....."
In der Kurzmeldung vom 14.06.2010 wurde mitgeteilt, dass drei seit 12 Jahren gefangene
Soldaten und Polizisten aus der Hand der FARC befreit wurden.
Die Zeitung EL TIEMPO teilt am 15.06.2010 Einzelheiten der Befreiungsaktion (Operation Camaleón) mit und berichtet, dass entgegen der Meldung vom Vortag auch der vierte in dem Camp vermutete Soldat sich dort befand und ebenfalls befreit werden konnte.
Zum Artikel: El Tiempo vom 15.06.2010 / (PDF-Datei)

"Ich wusste, dass Tanja für immer bei der Guerrilla bleiben würde"
Die junge Niederländerin Tanja Nijmeijer schloss sich der FARC an, nachdem sie bei einer Kolumbien-Reise von Armut und Ungerechtigkeit in Kolumbien schockiert war. Im Jahr 2005 erlaubte es die FARC ihrer Mutter, sie in einem Camp zu besuchen. Im Januar 2009 reiste sie erneut nach Kolumbien, auf der Suche nach ihrer Tochter, von der sie mehr als drei Jahre kein Lebenszeichen erhalten hatte.
Kürzlich waren Vermutungen geäußert worden, Tanja Nijmeijer sei bei einem Armeeangriff auf ein FARC-Camp getötet worden, nachdem in dem zerstörten Lager ihre Tagebücher gefunden wurden. Leon Valencia und Liduine Zumpolle(frühere Vorsitzende von Pax Christi - NL und Kämpferin gegen Entführungen, A.d.Ü) veröffentlichten kürzlich ein Buch über Tanja.
In seiner Online-Ausgabe vom 05.06.2010 veröffentlicht das Wochenmagazin SEMANA das erste Presseinterview mit Tanjas Mutter Hannie Nijmeijer.
Zum Artikel: Semana - Online vom 05.06.2010 / (PDF-Datei)

In Caquetá fand der heftigste Schlag gegen die Staatsmacht im Jahr 2010 statt
In letzter Zeit hat die FARC zwar nicht verloren gegangene Territorien zurückerobert, sie hat aber in ihren verbliebenen Hochburgen ihre Attacken verstärkt.
Die Tageszeitung EL TIEMPO berichtet am 25.05.2010 über den bisher schwersten Angriff auf die Staatsmacht in diesem Jahr.
Zum Artikel: El Tiempo vom 25.05.2010 / (PDF-Datei)

Die Armee kündigt den Einsatz von Gebirgsjägern an, um die Angriffe der FARC
im Cauca zu bremsen
Obwohl landesweit in den letzten Jahren die Regierungskräfte die FARC aus vielen Gebieten vertrieben oder zurückgedrängt haben, dominiert die FARC nach wie vor die ländlichen Gebiete des Departements Cauca, wo wir im Jahr 2001 in Gefangenschaft gerieten.
Die Tageszeitung EL TIEMPO beschreibt die Lage in einem Artikel am 13.05.2010.
Zum Artikel: El Tiempo vom 13.05.2010 / (PDF-Datei)

"Meine Damen und Herren, der FARC bleiben drei Monate", sagt Mockus
Der Präsidentschaftskandidat der kolumbianischen Grünen Antanas Mockus hat im Wahlkampf wiederholt eine unnachsichtige Position gegenüber der FARC angekündigt, sollte er gewählt werden.
Die Wochenzeitung El Espectador berichtet am 11.05.2010 über einen Wahlkampfauftritt in der Stadt Manizales:
Zum Artikel: El Espectador vom 11.05.2010 / (PDF-Datei)

Mockus hält ein humanitäres Abkommen mit der FARC für "unwahrscheinlich"
In den Umfragen für die Präsidentschaftswahl in Kolumbien am 30. Mai 2010 führt der in Litauen geborenen Kandidat Antanas Mockus, der einem grün-unabhängigen Bündnis angehört und zweimal erfolgreiche Amtsperioden als Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá absolvierte.
In einem Interview äußerte er sich zu den Aussichten, mit der FARC zu einer humanitären Übereinkunft zu gelangen:
Zum Artikel: El Espectador Online vom 10.05.2010 / (PDF-Datei)

Die makarbre Geschichte von "Pablo Neruda", dem "Schlächter" der FARC
Am 10. April 2010 wurde in Bogotá der FARC-Kommandeur "Pablo Neruda"verhaftet.
Die Tageszeitung EL TIEMPO berichtet am 19.4.2010 über ihn.
Der Bericht ist insoweit überraschend, als der FARC bisher keine derartigen Brutalitäten
zugeschrieben wurden.
Zum Artikel: El Tiempo vom 19.04.2010 / (PDF-Datei)

Die FARC und neue kriminelle Banden brachten in zwei Jahren 10000 Kriegswaffen ins Land
Illegale Gruppen handeln mit den Arsenalen und haben sie an die Guerrilla verkauft. Eine Spur führt zu Viktor Bout, dem sog. "Händler des Todes". Die Lieferungen kommen über die Häfen Buenaventura und Urabá (an der Pazifik-Küste Kolumbiens, A.d.Ü.) ins Land....
Zum Artikel: El Tiempo Online vom 18.04.2010 / (PDF-Datei)

Die Haltung gegenüber der FARC ist das beherrschende Thema des Präsidentschaftswahlkampfes
Während vor 12 Jahren einige Aspiranten auf die Präsidentschaft sich der Guerrilla annähern wollten und eine Verständigung mit ihr vorschlugen, gehen die Kandidaten von heute auf klare Distanz zu der bewaffneten Gruppe. Dies geht hervor aus den Festlegungen, die verschiedene Kandidaten für sich getroffen haben...
Zum Artikel: El Tiempo vom 07.04.2010 / (PDF-Datei)

Was kommt nach Moncayo?
Vor einer Woche waren zwei Soldaten von der FARC freigelassen worden. Einer von ihnen, Pablo Emilio Moncayo, hatte sich mehr als 12 Jahre in der Gewalt der Guerrilla befunden.
Das Wochenmagazin SEMANA beschäftigt sich am 05.04.2010 mit der Frage, wie die Freilassung der weiteren Geiseln der FARC erwirkt werden kann.
Zum Artikel: SEMANA vom 05.04.2010 / (PDF-Datei)

Gefangenenaustausch: Ein Schritt vorwärts und zwei zurück
Nachdem die FARC zwei gefangene Angehörige der kolumbianischen Streitkräfte ohne Gegenleistungen freigelassen hat, stellt sich die Frage, wie es weitergehen könnte auf dem Weg zu einem humanitären Gefangenenaustausch. Das Wochenmagazin SEMANA sieht da wenig Hoffnung, weil die FARC darauf besteht, dass auch ihre in die USA ausgelieferten und dort rechtskräftig verurteilten Mitglieder in ein solches Abkommen einbezogen werden müssen.
Zum Artikel: SEMANA vom 01.04.2010 / Auszug aus SEMANA-online (PDF-Datei)

Pablo Emilio Moncayo nahm seinem Vater die Ketten ab, die dieser als Symbol
getragen hatte
Der Unteroffizier Pablo Emilio Moncayo hat sich 12 Jahre in der Gefangenschaft der FARC befunden. Nach langwierigen Vermittlungen der Senatorin Piedad Córdoba und des Internationalen Roten Kreuzes wurde er gestern freigelassen.
Als Beispiel für die Berichterstattung der kolumbianischen Medien hier der Bericht aus
El Tiempo vom 31.03.2010 / (PDF-Datei)

Der Finger in der Wunde
Ein spanischer Richter hat die venezolanische Regierung beschuldigt, FARC und ETA zu unterstützen. Das Wochenmagazin SEMANA berichtet darüber am 08.03.2010.
Zum Artikel: SEMANA vom 08.03.2010 / (PDF-Datei)

Wie die FARC ihren Angriff in Jambaló / Cauca ausführte
Während unserer Entführung 2001 wurden wir hauptsächlich an Orten im Departement Cauca, im Gebiet zwischen den Ortschaften Silvia, Jambaló und Pitayó gefangen gehalten.
Noch immer ist dieses Gebiet eine Hochburg der FARC, in der sie in der Lage ist, Angriffe auf die Zivilbevölkerung und öffentliche Einrichtungen zu verüben. Von einer neuerlichen Attacke berichtet das Wochenmagazin SEMANA am 22. Februar 2010.
Zum Artikel: SEMANA vom 22.02.2010 / (PDF-Datei)

In den angegriffenen Camps lebten die Guerrilleros recht bequem
In letzer Zeit hat das kolumbianische Militär gezielt feste Lager der FARC bombardiert, besonders solche, in denen sich hohe Kommandeure aufhielten.
Die Wochenzeitung "El Espectador" berichtet am 04.02.2010 über die Lebensverhältnisse in
solchen Camps.
Zum Artikel: El Espectador vom 04.02.2010 / (PDF-Datei)

Persönliche Notiz von Ulrich Künzel
In einer persönlichen Nachricht teilte der Journalist Herbin Hoyos mit, er habe wegen eines gegen ihn gerichteten Attentats sich entschieden, mit seiner Familie bis auf Weiteres nach Madrid zu emigrieren. Hoyos hatte eine private Gartenparty in Bogotá besucht und war auf dem Heimweg in seinem Auto von einem Motorrad aus beschossen worden, ehe sein Leibwächter eingreifen konnte. Hoyos blieb unverletzt...
Zum Artikel: von Ulrich Künzel vom 02.02.2010 / (PDF-Datei)

"Fabián Ramírez" soll hinter dem Plan zur Ermordung von Herbin Hoyos stehen

(zum Artikel von El Tiempo vom 12.10.09) / (PDF-Datei)

Bei drei Treffen schlossen ELM und FARC eine Allianz
Neben der FARC operiert in Kolumbien eine weitere Guerrillagruppe, die ELN (Ejército de Liberación Nacional= Nationales Befreiungsheer). FARC und ELN hatten in der Vergangenheit verschiedentlich Vereinbarungen zur territorialen Abgrenzung ihrer Operationsgebiete getroffen, sich aber oftmals auch scharfe Kämpfe geliefert, wenn es um die Dominanz über bestimmte Gebiete und Verbindungswege ging, von denen aus man den Drogenhandel kontrollieren wollte.
Die Tageszeitung "El Tiempo" berichtete am 25. Januar 2010, dass beide Gruppen eine Allianz geschlossen hätten.
Zum Artikel: El Tiempo vom 25.01.2010 (Auszüge) / (PDF-Datei)

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